Wer erfolgreich bei einem Rennen wie dem Achenseelauf teilnehmen will, der sollte nichts so machen wie ich es gemacht habe.
Meine Vorbereitung:
Freitag 2. September: Aufbruch am späten Nachmittag, mit Daniel und Philipp, übers Halltal und Stempeljoch auf die Pfeishütte. Gehzeit ca. 3 Stunden den Berg hinauf. Am Abend fröhliches Zusammentreffen mit Flavia, Jenny, Daniel, Natalie und Gironimo. 2 große Bier und schlechter bzw. wenig Schlaf im Matrazenlager.
Samstag 3. September: Nach dem Frühstück von der Pfeishütte auf die Rumerspitze, von dort zum Kreuzjöchel, Stempeljoch, Wilde Bande Steig, Mittagspause am Lafatscher Joch. Aufstieg auf die Speckkarspitze, Abstieg und den Höhenweg zur Bettelwurfhütte. Wir waren den ganzen Tag (schlussendlich 12h von 9 bis 21 Uhr) der Sonne ausgesetzt, hatten zu wenig zu trinken (1L pro Person) und uns viel zu spät eingeschmiert (Sonnenbrand inklusive). Als wir bei der Bettelwurfhütte angekamen war unser erklärtes Ziel den Flüssigkeitsentzug erfolgreich zu bekämpfen, zuerst mit viel Wasser anschließend mit zwei Radlern. Der Erste gegen den Durst (3 mal ansetzen und weg war er), der Zweite zum genießen. Anschließend sind wir frisch ins Halltal abgestiegen nach Hause gefahren. Daheim gabs dann noch eine Portion Spaghetti und zwei kleine Bier bevor sich jeder todmüde und fast schon am Küchentisch einschlafend in sein Bett flüchten konnte.
Sonntag 4. September (Raceday): Um 7 Uhr leutet der Wecker, obwohl ich mich vor dem ins Bett gehen gedehnt hatte krieg ich die Beine vom anstrengenden Vortag kaum aus dem Bett. Der Kopf tut weh (wahrscheinlich von der Sonne), ich trink ein Glas Wasser und mache Frühstück für mich und meine Gäste. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Rennen schon abgeschrieben und wollte nur noch zum Zuschauen auf den Achensee fahren und einen schönen Tag dort verbringen. Und so machte ich ein anständiges Frühstück um meine leeren Speicher vom Vortag wieder aufzufüllen. Nach Müsli, Ei, Honigbrot, Marmeladenbrot, Orangensaft und Tee machen wir uns auf den Weg zum Achensee. Dort einmal angekommen fühlte ich mich, bis auf die müden Beine, gar nicht mal so schlecht und entschied mich da ich meine Laufsachen sicherheitshalber eingepackt hatte doch noch dazu mitzulaufen.
Das Rennen: Ich spaziere also mit meinen beiden Begleitern durch Pertisau und bahne mir den Weg durch die Läufermassen richtung Start. Aufwärmen lass ich heute aus, jeder Kilometer vor dem Rennen der sich vermeiden lässt hilft mir beim Rennen länger durchzuhalten. Ich stehe also an der Startlinie mit dem ständigen Hintergedanken ob das wohl gutgehen wird oder ob ich irgendwann eingehen werde, immerhin sind 23,2 km zu bewältigen. Punkt 10 Uhr fällt der Startschuss und ich setze mich mit der Masse in Bewegung. Die ersten Kilometer versuche ich nur auf meinen Körper zu hören und einfach locker zu laufen. Es geht mir recht gut dabei und ich merke dass ich die Seeuferstraße inklusive ein paar kleineren Steigungnen mit einem Schnitt von 5 min pro km gut laufen kann. Mit jedem absolvierten Kilometer geht es mir besser und so laufe ich die ersten 15 km bis Achenkirch in 1h 14min. Nach Achenkirch wird der Weg schmäler und das Gelände schwieriger, teilweise steile Stücke über Wurzeln, Stufen und über Schotterfelder. Hier fühle ich mich wohl und kann ein bisschen zulegen und wo es geht ein paar Läufer überholen. Das ganze Rennen war ich mit der Angst im Hinterkopf gelaufen, dass irgendwann der Einbruch oder ein Tiefpunkt kommen würde, doch je länger ich laufe des besser wird mein Gefühl. Schon bin ich auf den letzten 3 flachen Kilometern und lege noch einmal einen Zahn zu. Ich schaue auf meine Uhr, merke dass sich eine gute Zeit ausgeht und überquere Schlussendlich die Ziellinie bei 2:03:59.
Rückblickend kann ich sagen, dass so ein Rennen unheimlich motiviert. Ich hatte das ganze Rennen lang viel Spaß beim Laufen und freute mich über die zahlreichen Leute die am Wegrand standen und uns Läufer anfeuerten. Was mir sicherlich geholfen hat ist, dass ich schon zweimal an diesem Rennen teilgenommen hatte und erst vor einem Monat zum Training um den Achensee gelaufen war. Dadurch war mir die Strecke bekannt und ich konnte mir meine Kräfte gut einteilen.
Es ist immer schön bei diesem Rennen teilzunehmen, da man sich sicher sein kann, das eine oder andere bekannte Gesicht bzw den einen oder anderen Lauftreffler zu entdecken. Seis beim Laufen (dieses mal habe ich Markus Erler und Ottmar Marksteiner unterwegs getroffen) oder beim anfeuern (Gerhard und Christine Rampl, Anny, Maria und auch meine Schulfreundin Vera waren entlang der Strecke anzutreffen).
Dadurch dass dieses Jahr auch einige meiner Studienkollegen aus Leoben anwesend waren (die Sportsfreunde Daniel und Philipp, Anung, Lisa, Patrick, Roman, Nicki und Andi) hatte ich zusätzliche Motivation und Freude am Rennen. Womit ich schon beim wichtigsten Punkt angelangt wäre, der Freude am Rennen.
Obwohl man sich normalerweise die letzen Tage vor dem Rennen schonen sollte, was in meinem Fall sicher zu einer schnelleren Zeit geführt hätte, bin ich froh dass ich die Tage zuvor mit meinen Freunden im Karwendel verbringen konnte.
Nach dem Rennen gingen wir noch im erfrischend kalten Achensee schwimmen und wurden anschließend bei Veras Papa auf Terasse direkt am Achensee zum Grillen und zu Kaffee und Kuchen eingeladen. So ging ein wunderschönes und in allen Belangen erfolgreiches Wochenende zu Ende.
Meine Vorbereitung:
Freitag 2. September: Aufbruch am späten Nachmittag, mit Daniel und Philipp, übers Halltal und Stempeljoch auf die Pfeishütte. Gehzeit ca. 3 Stunden den Berg hinauf. Am Abend fröhliches Zusammentreffen mit Flavia, Jenny, Daniel, Natalie und Gironimo. 2 große Bier und schlechter bzw. wenig Schlaf im Matrazenlager.
Samstag 3. September: Nach dem Frühstück von der Pfeishütte auf die Rumerspitze, von dort zum Kreuzjöchel, Stempeljoch, Wilde Bande Steig, Mittagspause am Lafatscher Joch. Aufstieg auf die Speckkarspitze, Abstieg und den Höhenweg zur Bettelwurfhütte. Wir waren den ganzen Tag (schlussendlich 12h von 9 bis 21 Uhr) der Sonne ausgesetzt, hatten zu wenig zu trinken (1L pro Person) und uns viel zu spät eingeschmiert (Sonnenbrand inklusive). Als wir bei der Bettelwurfhütte angekamen war unser erklärtes Ziel den Flüssigkeitsentzug erfolgreich zu bekämpfen, zuerst mit viel Wasser anschließend mit zwei Radlern. Der Erste gegen den Durst (3 mal ansetzen und weg war er), der Zweite zum genießen. Anschließend sind wir frisch ins Halltal abgestiegen nach Hause gefahren. Daheim gabs dann noch eine Portion Spaghetti und zwei kleine Bier bevor sich jeder todmüde und fast schon am Küchentisch einschlafend in sein Bett flüchten konnte.
Sonntag 4. September (Raceday): Um 7 Uhr leutet der Wecker, obwohl ich mich vor dem ins Bett gehen gedehnt hatte krieg ich die Beine vom anstrengenden Vortag kaum aus dem Bett. Der Kopf tut weh (wahrscheinlich von der Sonne), ich trink ein Glas Wasser und mache Frühstück für mich und meine Gäste. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Rennen schon abgeschrieben und wollte nur noch zum Zuschauen auf den Achensee fahren und einen schönen Tag dort verbringen. Und so machte ich ein anständiges Frühstück um meine leeren Speicher vom Vortag wieder aufzufüllen. Nach Müsli, Ei, Honigbrot, Marmeladenbrot, Orangensaft und Tee machen wir uns auf den Weg zum Achensee. Dort einmal angekommen fühlte ich mich, bis auf die müden Beine, gar nicht mal so schlecht und entschied mich da ich meine Laufsachen sicherheitshalber eingepackt hatte doch noch dazu mitzulaufen.
Das Rennen: Ich spaziere also mit meinen beiden Begleitern durch Pertisau und bahne mir den Weg durch die Läufermassen richtung Start. Aufwärmen lass ich heute aus, jeder Kilometer vor dem Rennen der sich vermeiden lässt hilft mir beim Rennen länger durchzuhalten. Ich stehe also an der Startlinie mit dem ständigen Hintergedanken ob das wohl gutgehen wird oder ob ich irgendwann eingehen werde, immerhin sind 23,2 km zu bewältigen. Punkt 10 Uhr fällt der Startschuss und ich setze mich mit der Masse in Bewegung. Die ersten Kilometer versuche ich nur auf meinen Körper zu hören und einfach locker zu laufen. Es geht mir recht gut dabei und ich merke dass ich die Seeuferstraße inklusive ein paar kleineren Steigungnen mit einem Schnitt von 5 min pro km gut laufen kann. Mit jedem absolvierten Kilometer geht es mir besser und so laufe ich die ersten 15 km bis Achenkirch in 1h 14min. Nach Achenkirch wird der Weg schmäler und das Gelände schwieriger, teilweise steile Stücke über Wurzeln, Stufen und über Schotterfelder. Hier fühle ich mich wohl und kann ein bisschen zulegen und wo es geht ein paar Läufer überholen. Das ganze Rennen war ich mit der Angst im Hinterkopf gelaufen, dass irgendwann der Einbruch oder ein Tiefpunkt kommen würde, doch je länger ich laufe des besser wird mein Gefühl. Schon bin ich auf den letzten 3 flachen Kilometern und lege noch einmal einen Zahn zu. Ich schaue auf meine Uhr, merke dass sich eine gute Zeit ausgeht und überquere Schlussendlich die Ziellinie bei 2:03:59.
Rückblickend kann ich sagen, dass so ein Rennen unheimlich motiviert. Ich hatte das ganze Rennen lang viel Spaß beim Laufen und freute mich über die zahlreichen Leute die am Wegrand standen und uns Läufer anfeuerten. Was mir sicherlich geholfen hat ist, dass ich schon zweimal an diesem Rennen teilgenommen hatte und erst vor einem Monat zum Training um den Achensee gelaufen war. Dadurch war mir die Strecke bekannt und ich konnte mir meine Kräfte gut einteilen.
Es ist immer schön bei diesem Rennen teilzunehmen, da man sich sicher sein kann, das eine oder andere bekannte Gesicht bzw den einen oder anderen Lauftreffler zu entdecken. Seis beim Laufen (dieses mal habe ich Markus Erler und Ottmar Marksteiner unterwegs getroffen) oder beim anfeuern (Gerhard und Christine Rampl, Anny, Maria und auch meine Schulfreundin Vera waren entlang der Strecke anzutreffen).
Dadurch dass dieses Jahr auch einige meiner Studienkollegen aus Leoben anwesend waren (die Sportsfreunde Daniel und Philipp, Anung, Lisa, Patrick, Roman, Nicki und Andi) hatte ich zusätzliche Motivation und Freude am Rennen. Womit ich schon beim wichtigsten Punkt angelangt wäre, der Freude am Rennen.
Obwohl man sich normalerweise die letzen Tage vor dem Rennen schonen sollte, was in meinem Fall sicher zu einer schnelleren Zeit geführt hätte, bin ich froh dass ich die Tage zuvor mit meinen Freunden im Karwendel verbringen konnte.
Nach dem Rennen gingen wir noch im erfrischend kalten Achensee schwimmen und wurden anschließend bei Veras Papa auf Terasse direkt am Achensee zum Grillen und zu Kaffee und Kuchen eingeladen. So ging ein wunderschönes und in allen Belangen erfolgreiches Wochenende zu Ende.
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| Ich unmittelbar nach dem Start in Pertisau am Achensee |
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| beim Zieleinlauf |
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| Daniel (rechts) und ich wenige Meter vor der Rumer Spitze |
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| Philipp (hinten) und Ich unterhalb der Speckkarspitze |



